Calendar

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Jan
21
Di
Vortrag: Spielzeug und Geschlecht @ Campus Koblenz, D239
Jan 21 um 10:00 – 12:00

Prof. Dr. Waburg von der Universität Koblenz-Landau hält am 21.01.2020 von 10.00 – 12.00 Uhr einen Vortrag mit dem Titel Spielzeug und Geschlecht – „den Jungen […] gefällt der Löwe […] den Mädchen, denen gefallen alle feinen Tiere“.

Spielen stellt die Hauptbeschäftigung von Kindern dar. Kinder spielen primär um des Spielens willen. Das Spielen gilt jedoch ebenfalls als wichtige Form der Auseinandersetzung mit der Umwelt und als zentraler Entwicklungsmotor – auch für die geschlechtsbezogene Entwicklung. Ein kurzer Blick in Spielzeugläden reicht aus, um nachvollziehen zu können, mit welcher Situation Kinder und Erwachsene heute bei der Spielzeugauswahl konfrontiert sind: Auf der einen Seite finden sich rosa befüllte, glitzernde Regale, auf der anderen Seite dominiert eine dunklere Mischung aus kräftigen blauen, grünen und schwarzen Tönen. Es ist klar, welche Käufer*innengruppen hier jeweils angesprochen werden sollen. Geschlecht als zentraler Gestaltungs- und Vermarktungsaspekt ist aus der Welt der Spielwaren nicht mehr wegzudenken. Dementsprechend werden geschlechtsspezifische Spielzeuge gekauft und Kinder früh zum Spiel mit ihnen animiert.

Wenn man sich vor Augen führt, dass heute mehr denn je Spielzeug geschlechtsspezifisch gestaltet und vermarket bzw. in welcher Form und Intensität hierbei auf Stereotype und Klischees von Geschlechterrollen zurückgegriffen wird, dann hat dieses Thema Aufmerksamkeit und eine kritische Auseinandersetzung verdient. Die erziehungswissenschaftliche Forschung zum Thema (geschlechtsspezifisches) Spielzeug wurde im deutschsprachigen Raum während der vergangenen Jahrzehnte jedoch stark vernachlässigt. Ungeklärt ist u.a., wie Kinder selbst Spielzeug(e) auswählen, welche Kriterien der Auswahl zu Grunde liegen und welche Rolle unterschiedliche Differenzkategorien – insbesondere Geschlecht – spielen.

Im Vortrag sollen vor diesem Hintergrund Konzeption und Ergebnisse von explorativen Studien zum Thema präsentiert werden. Anmeldung bitte per Mail an ggf-orga@uni-koblenz.de.

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Jan
29
Mi
Forschungskolloquium der GGf @ Campus Koblenz
Jan 29 um 10:00 – 12:00

Das Kolloquium der Graduiertenschule Genderforschung bietet eine Plattform, um aktuelle Fragen und unterschiedliche Zugänge in der Genderforschung zu diskutieren. Die Auseinandersetzung mit Forschungsprojekten von Wissenschaftler*innen der Universität Koblenz-Landau als auch Gastvorträge und Impulse von externen Sprecher*innen können die Einzeltermine gestalten.

Das nächste Forschungskolloquium für Mitglieder der GGf findet am 29.01., von 10.00 bis 12.00 Uhr am Campus Koblenz (Raum E329) statt.

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Feb
4
Di
Vortrag: Gender Studies und Eurozentrismuskritik: Was bedeutet die Dekolonisierung von Geschlecht? @ Universität Koblenz-Landau
Feb 4 um 18:00 – 19:30

Der Lehrbereich Politische Wissenschaft lädt, in Kooperation mit dem Verein Koblenz Postkolonial, zum letzten Vortrag in diesem Semester:

Wir freuen uns am 4. Februar um 18 Uhr in Raum E312 Patricia Purtschert von der Universität Bern zum Thema “Gender Studies und Eurozentrismuskritik: Was bedeutet die Dekolonisierung von Geschlecht?”
begrüßen zu dürfen.

Im Vortrag werden bekannte Wissensbestände der Geschlechterforschung auf ihren Eurozentrismus hin untersucht. Denn auch die Gender Studies sind in einem kolonialen und postkolonialen Diskuskontext zu verorten. Der Vortrag geht der Frage nach, was es für die feministische Forschung bedeutet, wenn die Dekolonisierung von Geschlecht zu einer grundsätzlichen Aufgabe feministischer Theorie wird.

Patricia Purtschert ist Philosophin und Kulturwissenschaftlerin sowie Professorin für Geschlechterforschung und Co-Leiterin des Interdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung an der Universität Bern. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind feministische Theorien, Intersektionalität, queere und postkoloniale Studien sowie die Geschichte der (post)kolonialen Schweiz. Jüngst sind von ihr die Monographie «Kolonialität und Geschlecht im 20. Jahrhundert. Eine Geschichte der weissen Schweiz» sowie der Sammelband «Racial Profiling. Struktureller Rassismus und antirassistischer Widerstand» erschienen, den sie gemeinsam mit Mohamed WaBaile, Serena Dankwa, Tarek Naguib und Sarah Schilliger herausgegeben hat (beides transcript 2019).

Aushang zum Vortrag

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Feb
10
Mo
Tagung: „(Re-)Präsentationen, Positionen und Perspektiven der Geschlechterforschung“ @ Berlin
Feb 10 – Feb 11 ganztägig

Die Konferenz findet vom 10.-11. Februar 2020 in der Akademie der Wissenschaften in Berlin statt. Weitere Informationen finden Sie in Kürze hier.

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Feb
11
Di
Gender, Diversität und was sonst noch passieren kann – Aktuelle Perspektiven für die Lehrer*innenbildung: Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Vielfalt in der Schule @ Campus Koblenz, F144
Feb 11 um 14:00 – 17:00

Die Fortbildungsreihe “Gender, Diversität und was sonst noch passieren kann – Aktuelle Perspektiven für die Lehrer*innenbildung” wird gemeinsam vom Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) und der zentralen Gleichstellungsbeauftragten der Universität Koblenz-Landau organisiert und durchgeführt.

In dem Einführungsworkshop, der sich an Lehrpersonen und Lehramtsstudierende aller Schulformen richtet, sollen neben dem Umgang mit Wissen und Reflexionsübungen im Themenbereich Geschlecht, sexuelle Orientierung und Schule der Ausbau der eigenen Handlungsfähigkeit im Zentrum der Auseinandersetzung stehen. Der Workshop findet am 11.02 von 14-17 Uhr in Raum F144 am Campus Koblenz statt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Feb
18
Di
Frühjahrshochschule für Frauen im MINT-Bereich @ Hochschule Furtwangen, Campus Schwenningen
Feb 18 – Feb 22 ganztägig

11. Frühjahrshochschule für Frauen im MINT-Bereich: meccanica feminale

Kurse, Workshops und Vorträge für MINT-Frauen zu Softskills und Fachthemen aus dem Bereich Industrie 4.0, KI, Maschinenbau, Elektrotechnik und verwandten Fachgebieten. Organisiert vom Netzwerk Frauen.Innovation.Technik Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der Hochschule Furtwangen und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.
Die Themen der Kurse und Workshops reichen von Künstlicher Intelligenz und Smart Home über CAD-Modellierung und Agile Projektentwicklung mit Scrum bis hin zu Aerodynamik, Qualitätsmanagement und weitern. Tipps für Verhandlungsführung sowie ein Workshop für Bewerbungsgespräche ergänzen das Angebot. Im Rahmenprogramm werden Exkursionen, Yoga und weitere Möglichkeiten zum Netzwerken angeboten.

Die Teilnahmegebühr (inklusive Verpflegung in der Veranstaltungscafeteria) beträgt für Studentinnen nur 40 Euro pro Halbwochenkurs – für Berufstätige 240 Euro.

Weiter Ermäßigungen und Informationen, die Kursübersicht und die Anmeldung finden Sie hier.

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Mrz
5
Do
Vortrag: Feinbild “Gender” – Was Geschlecht für den Rechtspopulismus bedeutet @ Rheinische Landesbibliothek, Koblenz
Mrz 5 um 19:00 – 21:00

Vortrag von Viola Dombrowski, Dipl.-Päd.

Die politische Rechte ist sowohl auf globaler als auch auf nationaler Ebene breit gefächert. Sie vertritt eine Vielzahl von Meinungen, Zielen und politischen Agenden. Trotz dieser teils gegensätzlichen Positionen gibt es ein Thema, das es immer wieder schafft, das ganze Spektrum zu vereinen: Geschlecht.

Mit Wortneuschöpfungen wie „Gender-Wahn“, „Gender-Irrsinn“ oder „Gender-Unfug“ mobilisieren unterschiedliche rechtspopulistische Akteur*innen und neurechte Bewegungen und schaffen es damit immer wieder, auch in der Mitte der Gesellschaft Anschluss zu finden.

Der Vortrag will die geschlechterbezogenen Argumentationsmuster und deren Zielsetzung offenlegen und verständlich machen, welche Funktion sie für diese rechten Allianzenspielen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Mrz
15
So
Call for Papers: Playgrounds for Mothers, Fathers, States and Ideologies
Mrz 15 ganztägig

AnaLize – Journal of Gender and Feminist Studies is pleased to announce the launch of a call for papers for a special issue on “Playgrounds for Mothers, Fathers, States and Ideologies”.

As biological, social, cultural and political experiences, pregnancy, birth, along with all the other experiences that come with the new identities, as (in particular but not only) mothers and fathers – continues to raise a variety of difficult questions, debates and contradictory perspectives. From the public-private debate – How public and how private are/can those experiences be?, to the contrast between motherhood as experience and motherhood as work (Chodorow); to the continuum between hyper-medicalized and hyper-naturalized pregnancy and birth; to what kind of state (policies) for “good” mothers, fathers and children as citizens there are in a global world; to important (bio)ethical debates around what Edelman (2004) calls reproductive futurism, but also around everyday experiences such as breastfeeding or co-sleeping. So, even though pregnancy, birth and more general parenthood social change dynamics have been extensively discused, new challenges are worth analyzing in order to have a better understanding of what (not) being a mother or/and a father means nowadays.

Dealing with such a challenge is not an easy task. Many times, a multi and inter-disciplinary approach (from the standpoints of sociology, political science, medicine, biology, psychology, philosophy) is needed in order to bring some light into the field and to reveal the complex framework of the multiple reflections on the topic.

In this special issue, we aim to provide a space of dialogue and debate in which these concerns can be explored from different scholarly perspectives [Excerpt from the original announcement]. Deadline for Submission is March 15.

More information here.

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Mrz
31
Di
Call for Papers: Digitalisierung, Geschlecht und Intersektionalität
Mrz 31 ganztägig

Im Zuge der Digitalisierung entstehen völlig neue und noch wenig analytisch aufgearbeitete soziale Räume. So wie Algorithmen entsprechend der Annahmen eines naiven Positivismus als unbestechlich-neutrale und rationale Gebilde gelten, spiegeln sie zugleich den sozialen Kontext ihrer Entstehung: Nicht nur die Zusammensetzung (unbewusst) ausgewählter Datensätze, auf denen sie beruhen, sondern auch ihrer Gestalter*innen spielen dabei eine Rolle. So lässt sich zeigen, dass seit der Entwicklung des Farbfilms bis zur heutigen digitalen Bilderkennung Abbildungen von People of Color gegenüber Menschen mit weißer Hautfarbe diskriminiert werden. Auch zahlreiche Ebenen von Vergeschlechtlichung lassen an diesen Schnittstelle von Technologien und der (Re-)Produktion soziale Ungleichheit erkennen: Die geringe Repräsentation von Frauen*, LGBTI sowie ethnischen oder religiösen Minderheiten hat u.a. deren Unsichtbarkeit in diesen Technologien ebenso zur Folge wie eine Verstärkung sozioökonomischer Benachteiligungen. Vertreter*innen des Technofeminismus haben bereits in den 1980er Jahren auf die emanzipativen Potentiale von Technozukünften hingewiesen – und es ist an der Zeit diese Fragen vor dem Hintergrund aktueller Digitalisierungsdynamiken erneut zu stellen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Mai
13
Mi
Tagung: Caring in Uncaring Times @ London
Mai 13 – Mai 15 ganztägig

The conference is organised by ATGENDER together with Middlesex University, London and will take place from the 13th to 15th May 2020. The conference will explore the possibilities for and necessity of embedding care in policy and activism. Adopting a broad approach to the concepts of care, policy and activism, we invite proposals from researchers, activists, practitioners, carers, archivists, artists and others from a range of backgrounds and disciplines to explore care and caring in all its diversity and invites participants to reflect on the devastating consequences of an uncaring state (across a range of time and places), and the vital work of activism and policy that centres care [Excerpt from the original announcement]. More information here.

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