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31 Di
Ganztägig
Call for Papers: Digitalisierung, Geschlecht und Intersektionalität
Call for Papers: Digitalisierung, Geschlecht und Intersektionalität
Mrz 31 ganztägig
Im Zuge der Digitalisierung entstehen völlig neue und noch wenig analytisch aufgearbeitete soziale Räume. So wie Algorithmen entsprechend der Annahmen eines naiven Positivismus als unbestechlich-neutrale und rationale Gebilde gelten, spiegeln sie zugleich den sozialen Kontext ihrer Entstehung: Nicht nur die Zusammensetzung (unbewusst) ausgewählter Datensätze, auf denen sie beruhen, sondern auch ihrer Gestalter*innen spielen dabei eine Rolle. So lässt sich zeigen, dass seit der Entwicklung des Farbfilms bis zur heutigen digitalen Bilderkennung Abbildungen von People of Color gegenüber Menschen mit weißer Hautfarbe diskriminiert werden. Auch zahlreiche Ebenen von Vergeschlechtlichung lassen an diesen Schnittstelle von Technologien und der (Re-)Produktion soziale Ungleichheit erkennen: Die geringe Repräsentation von Frauen*, LGBTI sowie ethnischen oder religiösen Minderheiten hat u.a. deren Unsichtbarkeit in diesen Technologien ebenso zur Folge wie eine Verstärkung sozioökonomischer Benachteiligungen. Vertreter*innen des Technofeminismus haben bereits in den 1980er Jahren auf die emanzipativen Potentiale von Technozukünften hingewiesen – und es ist an der Zeit diese Fragen vor dem Hintergrund aktueller Digitalisierungsdynamiken erneut zu stellen. Weitere Informationen finden Sie hier.
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